Die Aloe hat sich durch ihre heilende und beruhigende Wirkung auf die Haut einen Namen gemacht. Der bloße Kontakt mit ihr reicht zur Wundheilung und Schmerzlinderung aus. In kürzester Zeit durchdringt sie sämtliche Hautschichten und fördert auf diese Weise die Heilung. Zu ihren Inhaltstoffen gehören salizylische Säuren und Magnesium, die gemeinsam ein asperinähnliche, analgetische und entzündunghemmende Wirkung erzeugen. Daher wird Aloe häufig Erste-Hilfe-Salben beigefügt. Das durchsichtige Gel der Blattinnenschicht kann zudem zur Behandlung von Verbrennungen, Wunden, Hautirritationen und Frostbeulen verwendet werden.
Wie die moderne Forschung zeigen konnte, vermag die Aloe zudem - bei äußerlicher Anwendung - den Heilungsprozess zu beschleunigen und die Zellerneuerung zu unterstützen. Auch bei Wunden, Frostbeulen und Verbrennungen hilft das äußerliche Auftragen von Aloe bei der Heilung. Die Heilkraft der Aloe bei Wunden erklärt sich möglicherweise in ihrer Feuchtigkeits spendenden Beschaffenheit. Sie problemlos von der Haut aufgenommen und verhindert so ein Austrocknen des beschädigten Hautgewebes durch die Luft.
Steven R. Schechter, N.D., hat im Jahre 1967 im Kinderhospital von Cincinnati eine Studie durchgeführt, um die Heilvorteile der Aloe zu erkennen und nachzuweisen. Hierzu wandte Dr. Schechter eine Anzahl unterschiedlicher Hautpräparate auf Versuchstiere an, die wegen Verbrennungen durch Laserstrahlen in Behandlung waren. Die besten Heilerfolge konnte er durchweg bei dem Aloe Vera Gel beobachten. Das Gel konnte bei den verschiedensten Hauterkrankungen erfolgreich angewandt werden, u. a. bei Verbrennungen, Verletzungen und Krebs. Auch bei Verbrennungen an seinem eigenen Körper setzte er die Aloe mit Erfolg ein.
Krebs, eine Krankheit unter der die Gesellschaft zutiefst leidet, kann oftmals nur mit drastischen Strahlentherapien behandelt werden. Strahlenbehandlungen können jedoch zu schwerwiegenden Hautreaktionen führen. Die Aloe wurde zur Behandlung und Vorbeugung ebensolcher Reaktionen mit besten Resultaten angewandt. Eine in der Zeitschrift Let's Live (Ausgabe vom Dezember 1994) veröffentlichte Studie nahm 260 Patienten unter die Lupe, die sich in der Strahlentherapie befanden und äußerlich mit Aloesaft behandelt wurden. Die Forscher hoben die therapeutische Effizienz der Aloe (im Vergleich zu anderen, synthetischen Heilmitteln, die häufiger Anwendung fanden) hervor. Die Aloe beschleunigte den Heilprozess, beruhigte Entzündungen und linderte den durch Strahlenverbrennungen hervorgerufenen Schmerz.
In einer anderen Studie beschleunigte die Aloe bei Patienten, die eine vollständige Hautabschürfung im Gesicht erlitten hatten, den Heilprozess um ganze 72 Stunden im Vergleich zu der sonst üblichen Anwendung von Oxid-Gel-Dressing.
An der University of Texas in Galveston befasste sich eine Gruppe von Forschern mit zahlreichen medizinischen Studien über die Aloe. Sie schlussfolgerten, dass das Aloe Gel bei Wunden, Verbrennungen und Frostbeulen tatsächlich den Heilprozess unterstützt. Die Aloe durchdringt die Hautzellen und ermöglicht somit eine Schmerzlinderung, ein Abklingen von Entzündungen und führt zu einer verstärkten Durchblutung der verletzten Körperpartie. Fast alle Studien zu diesem Thema teilen die Erkenntnis, dass die Aloe den Heilprozess sowohl bei Verbrennungen als auch bei Wunden beschleunigt.
Die Aloe Vera kann des weiteren zur Vorbeugung gegen Narbenbildung eingesetzt werden bzw. den Heilprozess bei kleineren Narben unterstützen. Die Eigenschaften der Aloe Vera fördern die Regeneration von Gewebe und entfernen abgestorbene Hautzellen. Die in ihr enthaltenen uronischen Säuren sind natürliche Entgiftungsstoffe und haben möglicherweise Anteil am Heilvorgang, indem sie den Giftstoffen ihre schädlichen Bestandteile entziehen. Durch ihre enzymattischen Eigenschaften durchdringt die Aloe das Gewebe und fördert seine Heilung und sein normales Wachstum.

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